Ökumene in Melanchthon

Die beiden Haslacher Kirchen (ev. Melanchthon vorne links, kath. Michael hinten rechts)Die Ökumene zwischen den Gemeindegliedern der Melanchthon- und St. Michaelskirche ist traditionell gut.

Regelmäßig trifft sich der ökumenische Bibelkreis (Montag, 19.30 Uhr, im ev. Gemeindesaal) und liest kursorisch in der Bibel und tauscht sich lebenspraktisch darüber aus.

Einmal im Monat (zweiter Freitag im Monat, 18.30 Uhr, in den beiden Kirchen im Wechsel) wird im Ökumenischen Abendgebet gemeinsam gesungen, zugehört und gebetet.

Immer in der Woche nach dem Bibelsonntag im Januar findet in Haslach die ökumenische Bibelwoche statt. An den Abenden einer Woche wird ein biblischer Schwerpunkt gemeinsam behandelt und das ökumenische Miteinander gepflegt.

Der Kinderchor, der montags im Saal probt, ist ökumenisch und tritt in Gottesdiensten. Messfeiern oder bei Stadtteilfesten auf.

Am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt feiern beide Kirchen zusammen eine musikalische und meditative Vigilfeier, die um 22 Uhr in der Melanchthonkirche beginnt und gegen Mitternacht in St. Michael endet.

Tags drauf an Christi Himmelfahrt treffen sich beide Gemeinden zusammen mit den anderen evangelischen und katholischen Christen aus dem Rieselfeld und Weingarten zum Gottesdienst im Freien am Friedenskreuz im Dietenbachpark (10.30 Uhr).

Am Freitag vor Palmsonntag feiern Jugendliche beider Gemeinden zusammen den Jugendkreuzweg, auf dem dem Leiden Jesu nachgegangen wird,

und im November wird die Ökumenische Friedensdekade mit abendlichen Andachten begangen.

Viele Schulgottesdienste, ob zu Weihnachten oder am Schuljahresanfang- oder ende, werden zusammen mit den Lehrkräften ökumenisch gestaltet. Auch diakonisch bzw. karitativ arbeiten beide Gemeinden eng zusammen und haben (zusammen mit dem Nachbarschaftswerk) das „Haslacher Netz“ und den „Haslacher Mittagstisch“ ins Leben gerufen. Zu Weihnachten wird die Weihnachtspäckchenaktion für bedürftige Stadtteilbewohner zusammen verantwortet. Einmal im Jahr treffen sich schließlich die Leitungsgremien beider Gemeinden zum Meinungsaustausch.

Die spannende Geschichte der Ökumene in Haslach

Ökumene auf dem Weg

Eine Betrachtung von 2005 durch Andrea Gutzweiler

Wie war es damals?

1556 führte Markgraf Karl II. von Baden-Durlach in seinem Landesgebiet die Reformation durch, d. h. der evangelische Glaube wurde zur verbindlichen Konfession in seinem Land. Haslach war mit Opfingen, Tiengen, Mengen und Schallstadt/Wolfenweiler Teil dieses Landes und die bis dahin katholischen Untertanen mussten/durften die neue Konfession annehmen. Haslach ragte nun wie eine Speerspitze in katholisches Umland hinein.

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