Haslacher Netz

HN_Stadtteilfest_2010Im Haslacher Netz ...

... nehmen sich Menschen aus dem Stadtteil ehrenamtlich anderer Menschen an, die Hilfe benötigen und sich selbst nicht ausreichend helfen können. Die Ehrenamtlichen werden in ihrem Engagement fachkundig begleitet und treffen sich einmal monatlich zu einem lockeren Austausch. Über den Dienst am Einzelnen hinaus will das Haslacher Netz eine „Kultur des Helfens“ im Stadtteil ausbauen und festigen.

Das Haslacher Netz ist seit 2007 ein gemeinschaftliches Projekt der katholischen Kirchengemeinde St. Michael, des evangelischen Predigtbezirks Melanchthon und des Nachbarschaftswerk e.V..

Es ist lebendig durch den Einsatz von Bürgerinnen und Bürgern aus Haslach.

Derzeit sind 25 Ehrenamtliche im Einsatz, die ca. 2000 Stunden im Jahr hilfebedürftige Menschen im Stadtteil unterstützen. Sie lesen zum Beispiel vor, unterstützen Kinder bei den Hausaufgaben oder besuchen ältere Menschen und helfen ihnen beim Einkaufen und vieles mehr. Bei zunehmender Armut und sozialen Notlagen im Stadtteil besteht ein erhöhter Bedarf an solchen Unterstützungsformen. Viele Menschen benötigen diese Hilfen dringend. Und es gibt auf der anderen Seite Menschen, die gerne helfen und ihre Zeit ehrenamtlich einsetzen. Wir bringen die Hilfebedürftigen mit den Helfenden zusammen. Darüber hinaus organisieren wir öffentliche Veranstaltungen zu Themen wie z.B. „gute Nachbarschaft“ oder „Unterstützungsmöglichkeiten im Alter“.

Sie wollen mithelfen?

Dann vereinbaren Sie doch einfach ein unverbindliches Gespräch mit Regina Wielsch vom Nachbarschaftswerk (Tel. 0761 - 76 79 002).
Weiterführende Links: Nachbarschaftswerk, Haslacher Netz

Aufeinander zuknüpfen - Gottesdienst zum Haslacher Netz am 28. Februar 2010

Gottesdienst zum Haslacher Netz am 28. Februar 2010Artikel und Bilder: Andreas Strittmatter siehe auch
haslacher-netz.blogspot.com/

Seit alters her trägt der zweite Fastensonntag den Namen Reminiscere und bis heute verbindet jenes dem alten Eingangsgesang des Gottesdienstes entnommene Wort katholische und evangelische Gläubige: Gedenke Deiner Erbarmungen, Herr. Aktive Christen lassen es allerdings nicht mit dem Anruf an das göttliche Erbarmen bewenden, sondern wissen, dass sie in Verantwortung gestellt sind, dieses Erbarmen in der Welt sichtbar werden zu lassen. Passend diesem Leitgedanken stellten die beiden Kirchengemeinden in Haslach daher am vergangenen Reminiscere-Sonntag die Arbeit des „Haslacher Netzes“ in den Mittelpunkt ihrer Gottesdienste, jenes Netzwerks, welches den alten Begriff des Erbarmens tatkräftig ins Heute übersetzt: Notleidenden Mitmenschen Hilfe leisten, Alleinstehende begleiten, den Schwachen zur Seite stehen - Sorgen von Alt und Jung, Groß und Klein ein Stück weit tragen helfen.
Dabei ist das „Haslacher Netz“ keineswegs ein Club der besonders Frommen. Hier engagieren sich ebenso Menschen, denen Glaube wichtig ist, wie solche, die mit den Kirchen nicht viel am Hut haben. Doch neben dem Nachbarschaftswerk sind es eben die Melanchthongemeinde und die Pfarrei St. Michael, die für Gründung und Bestand des Netzes zuständig zeichnen – daher ging es in den Gottesdiensten nicht zuletzt darum, weitere Gläubige zum Mitmachen einzuladen. 

Gottesdienst zum Haslacher Netz am 28. Februar 2010Gottesdienst zum Haslacher Netz am 28. Februar 2010Wir knüpfen aufeinander zu, wir knüpfen aneinander an, wir knüpfen miteinander, Shalom, ein Friedensnetz: Zum Lied von Peter Janssens knüpften Mitglieder des „Haslacher Netzes“, die zuvor von ihrem Ehrenamt berichteten, gemeinsam mit den Gläubigen in der Melanchthongemeinde an einem Netz, das zuletzt den Altar umspannte; „eingefangen“ waren darin Bitten und Gedanken der Gottesdienstbesucher. Dass dieses Netz über ganz Haslach wachse und weiter geknüpft werde, wünschte abschließend Pfarrer Dr. Jochen Kunath der Gemeinde und dem ganzen Stadtteil.