Das Lukas-Altarbild

 Foto: E. Bonde-Resin

 „Cubicularium-ein-geboren" von Chris Popovic

... so ist der Titel des Kunstwerkes, das hinter dem Altar den Blick auf sich zieht. Die rechteckige Form ist gestaltet mit einer großen hellgrau-blauen Fläche und einem roten Farbband, das von dunkleren, unregelmäßigen Linien durchzogen ist.

Meiner Phantasie kann ich freien Raum lassen, alles was mit meiner Beziehung zu diesem Kirchenraum, zu meinem Glauben und mit meinem Leben zu tun hat, kann sich in der großen Fläche spiegeln. Das Bild bietet mir einen offenen Raum, es engt mich nicht ein. Das Band mit den roten Farbtönen kann ich als Grundlage sehen. Rot: Farbe der Liebe, Farbe des Blutes, Farbe des Lebens. Es ist keine eintönige Fläche, sie ist sehr vielfältig und bewegt, aber dennoch nicht aufregend. Das Kunstwerk lässt mir die Möglichkeit, mich vom Vordergründigen zum Hintergründigen, Tiefgründigen und damit letztlich Unbeschreiblichen hinzuwenden.

Wie „Cubicularium-ein-geboren" nach Lukas gekommen ist:
Im Rahmen eines Kunstprojekts der Evangelischen Erwachsenenbildung waren in der Lukaskirche von Januar bis Juni 2006 Werke der Künstlerin Chris Popovic (Staufen) ausgestellt. Unter dem Titel „Cubicularium-ein-geboren... gelitten ... auferstanden" haben die Werke den Altarraum der frisch gestrichenen Kirche geschmückt und zu Begegnungen, zum Austausch von Sichtweisen und Deutungen im Spannungsfeld von Kunst und Religion inspiriert. Die Resonanz in der Gemeinde war sehr positiv. Die Kunstwerke haben dem schlichten Kirchenraum eine besondere Atmosphäre verliehen und die zurückbleibende weiße Wand wirkte nach Beendigung des Projekts sehr nüchtern. Der Ältestenkreis der Lukasgemeinde hat sich deshalb entschieden, die Gelegenheit zu nutzen, das Bild „Cubicularium-ein-geboren"  von Chris Popovic zu kaufen. Erfreulicherweise haben viele Spender und der Gemeindeverein spontan dazu beigetragen, das Werk zu einem Bestandteil unserer Lukaskirche werden zu lassen.