Die Maria-Magdalena-Kirche

Unsere Kirche ist ein ökumenisches Kirchenzentrum, das in den Jahren 2002-2004 gebaut wurde.

Hier finden Sie die katholische und evangelische Gemeinde unter einem Dach.

Gruppen haben die Möglichkeit, eine Führung durch unsere Kirche zu bekommen.

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Die Maria-Magdalenakirche stellt sich vor

1. Wenn Sie sich jemandem, der Sie nicht sehen kann, beschreiben sollten, was würden Sie dann sagen?

Ich bin ein großes, graues Gebäude aus Beton, die Wände sind teilweise schräg, man erkennt nicht gleich, dassich eine Kirche bin. Inzwischen hängt aber ein großes Kreuz an meiner Vorderseite. In mir gibt es eine Besonderheit: zwei Kirchen sind in mir Zuhause – eine evangelische und eine katholische. Außerdem gibt es sehr große Tore, die verschoben werden können, so dass ein großer gemeinsamer Kirchenraum entsteht.

2. Erzählen Sie doch mal etwas aus Ihrer Kindheit und Jugend!

Ich bin erst 12  Jahre alt und sozusagen ein Teenie. Man sieht zwar an manchen Stellen schon, dass ich nicht mehr ganz neu geboren bin, aber es kommen immer noch viele Menschen von überall her um mich anzuschauen, weil ich wohl so ungewöhnlich bin.

3. Können Sie uns etwas über Ihren Namensgeber sagen?

Ich bin nach einer Jüngerin von Jesus benannt: Maria aus Magdala. Sie ist die erste Zeugin der Auferstehung Jesu und damit eine zentrale Figur des Neues Testaments.

4. Wie passt Ihr Name zu Ihnen?

In der Kunstgeschichte wurde Maria- Magdalena oft als eine geheimnisvolle und provokante Frau dargestellt. Auch ich habe etwas Geheimnisvolles an mir, denn ich erschließe mich meinem Betrachter / meiner Betrachterin nicht auf den ersten Blick. Viele Menschen sind von mir fasziniert und für manche stelle ich auch eine Provokation dar. Ich denke, das verbindet Maria von Magdala und mich.

5. Wie würden Sie sich charakterisieren?

Ich bin außen kantig und überall grau, aber wenn man mich kennenlernt, entdeckt man, wieviel Möglichkeiten in mir stecken. Man kann in mir zur Ruhe kommen.

6. Was schätzen Sie besonders an sich? Und was eher nicht?

Ich finde es schön, dass ich so schlicht bin. Das bietet einen guten Kontrapunkt zu dem oft sehr trubeligen, unruhigen Leben, man kann mich durch Kleinigkeiten ganz besonders gestalten und ich schätze es, dass man mich so vielfältig nutzen kann.

7. Erzählen Sie doch eine kleine Anekdote aus Ihrem Leben!

Ach, in mir passiert so viel. Da weiß ich jetzt gar nicht, was ich auswählen soll. Neulich sollte in meinemkatholischen Kirchenraum ein Vorspiel stattfinden und es wurde dafür ein Cembalo vorbeigebracht. Die Träger haben das Cembalo versehentlich mitten im evangelischen Kirchenraum abgestellt. Sie wussten eben nicht, dass es in mir zwei Kirchenräume gibt. Da stand das Cembalo nun direkt vor dem Altar und die Konfis wollten eigentlich grade ihren Gottesdienst proben. Naja, die Verwirrung war natürlich groß.

8. Haben Sie eine Vision? Wenn ja, welche?

Die Architektin, die mich vor 10 Jahren entworfen hat, wollte mit mir eine Kirche schaffen, in der zwei christliche Konfessionen Platz haben. Jede Gemeinde sollte ihren eigenen Bereich haben, es sollte aber auch die Möglichkeit geben, so viel wie möglich gemeinsam zu machen. Ich finde die beiden Gemeinden, die in mir zuhause sind, sind da auf einem guten Weg. Meine dicken Wände erinnern aber auch daran, dass es noch immer einiges gibt, was Katholiken und Protestanten trennt, z.B. können sie immer noch nicht gemeinsam Abendmahl feiern. Viele Menschen, die zu mir kommen, träumen aber davon, dass das eines Tages möglich ist.

9. Gibt es einen typischen Tagesablauf in Ihrem Leben?

Mein Tag ist immer sehr lebhaft. Manchmal fängt er schon um 6 Uhr an, wenn die Taizé-Gruppe am Morgen singt und betet. Am Vor- und Nachmittag gibt es viele Gruppen, die sich in mir treffen: z.B. die Pfadis, Tai-Chi, Kinderchor, in den Pfarrbüros wird gearbeitet und am Abend tagt dann z.B. der Ortsältestenrat, der ökum. Kirchenchor probt und in den Jugendräumen treffen sich die Jugendlichen bis spät am Abend, samstags sind die Konfis im Haus unterwegs. Außerdem ist der Kirchenraum jeden Tag geöffnet und viele Menschen schauen mich an. Am ruhigsten ist es in mir eigentlich am Sonntag: da werden zwei Gottesdienste in mir gefeiert: ein evangelischer und ein katholischer, da kann ich ein bisschen zur Ruhe kommen. Aber inzwischen feiern auch eine bulgarisch-orthodoxe Gemeinde und eine afrikanische Gemeinde in mir Gottesdienst. Es ist also viel los!

10. Möchten Sie noch etwas ergänzen?

Lassen Sie sich nicht von meinem modernen Erscheinungsbild abschrecken und geben Sie uns Beiden eine Chance.

Neue Paramente im Predigtbezirk Maria-Magdalena

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Dank vieler Spenden von Einzelpersonen und von den BesucherInnen der Musik zur Marktzeit konnten wir Lesepultbehänge und Altartücher in drei verschiedenen liturgischen Farben bestellen. Vielen Dank an alle SpenderInnen!