Aktuelles: Unsere Gemeindeinfos

Pfarrgemeinde Freiburg-SüdwestKarte der Pfarrgemeinde Südwest mit Aufteilung der Predigtbezirke Die Evangelische Pfarrgemeinde Freiburg-Südwest umfasst die sechs Freiburger Stadtteile (Weingarten, Vauban, Merzhausen (Au, Wittnau, Sölden), Haslach, St. Georgen, Rieselfeld). Wir sind verschieden, bunt, zusammen auf dem Weg, eine Gemeinde für Sie. Entdecken Sie uns.

Wir sind Teil des Ev. Kirchenbezirks Freiburg und gehören damit zur Ev. Landeskirche in Baden.     

Gemeindebüro
Markgrafenstraße 18b
79115 Freiburg
Telefonnummer: 0761 459 69-0
E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bankverbindung
Volksbank Freiburg
IBAN: DE44 6809 0000 0001 6815 08

Spendenkonto: Evang. Kirche in Freiburg
z.B. für Flüchtlingsarbeit, Musik, Jugend, Kinder, …
Sparkasse Freiburg, BIC: FRSPDE66XXX
IBAN: DE57 6805 0101 0013 7897 03
Spendenzweck: Pfarrgemeinde Südwest

Die Lukaskirche

Die Lukaskirche
steht im Stadtteil
Freiburg-St. Georgen,
Am Mettweg 39.

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Die Lukaskirche erzählt 

Wenn Sie sich jemandem, der Sie nicht sehen kann, beschreiben sollten, was würden Sie dann sagen?
Von außen sehe ich aus wie eine alte italienische Dorfkirche. Ein bisschen grau und in die Jahre gekommen verstecke ich mich mit meinem dicken, nicht besonders hohen Turm im Häusermeer der St. Georgener Dächer. Selbst manch Freiburger Taxifahrer kennt mich nicht ob meiner Zurückhaltung. Im neoromanischen Stil gebaut bin ich ganz einfach und schlicht. Auch im Inneren komme ich ohne Schmuck und Schnörkel aus. Meine Einfachheit schätzen viele Menschen, wenn sie aus ihrem lauten reizüberfluteten Alltag am Sonntag zu mir kommen. Wird in mir moderne Kunst ausgestellt oder inszeniert, hat das immer seine Wirkung.

Erzählen Sie doch mal etwas aus Ihrer Kindheit und Jugend!
Ich bin 1955 geboren – feiere dieses Jahr also ein kleines Jubiläum, denn ich werde 60 Jahre alt. Mit mir erblickten damals der Oberlinkindergarten und ein Gemeindezentrum das Licht der Welt. Um uns herum gab es einige Jahre lang noch sehr viel Platz bis nach und nach alle Äcker und Wiesen bebaut wurden. Ich bin das Kind, ein Ableger der evangelischen Mutterkirche „Melanchthon" hier im Freiburger Südwesten. In den 50'er Jahren gab es durch die vielen Flüchtlinge schließlich so viele evangelische Gemeindeglieder, dass man sich auch im katholischen St. Georgen für den Bau einer evangelischen Kirche entschloss. Das war für die Evangelischen hier ein wichtiger Schritt.

Wie würden Sie sich charakterisieren?
Ich bin irgendwie sehr protestantisch. Meine anmutige Schönheit erkennt man erst auf den zweiten Blick. Musik und Wort kommen in mir sehr gut zur Geltung – ohne Ablenkung. Und natürlich habe ich die Gemeinde und die Gemeinde mich geprägt. Wir sind beide schon ziemlich selbstbewusst. Ich glaube, manchmal steht uns das ein bisschen im Weg ... aber wer uns näher kennenlernt, erlebt Herzlichkeit, Verbindlichkeit und viel Potenzial, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen.

Was schätzen Sie besonders an sich? Und was eher nicht?
Ich schätze sehr das warme Licht, das an manchen Tagen durch die Glasfenster in den Altarraum fällt und die Lukasorgel in mir, der so mancher Organist wunderschöne Musik entlocken kann. „Alte Musik" klingt mit meiner Akustik besonders gut. Obwohl ich einen ganz klassischen strengen Grundriss habe, können Gottesdienste sehr flexibel in mir gestaltet werden. Was ein bisschen schade ist: wenn man eintritt, kommt man zunächst in einen engen, dunklen, wenig einladenden Bereich, den man durchqueren muss, bevor sich „Lukas" eröffnet.

Erzählen Sie doch eine kleine Anekdote aus Ihrem Leben!
Meine Vorderseite war über vierzig Jahre mit wildem Wein bewachsen. Irgendwann war der aber sehr morsch. An Weihnachten 2010 ist eine alte, dicke Weinranke unter großer Schneelast abgebrochen und hätte fast den Pfarrer erschlagen.

Haben Sie eine Vision? Wenn ja, welche?
Ich sehe jeden Tag den neuen, attraktiven Oberlinkindergarten in meiner Nachbarschaft, der voller Leben ist. Direkt neben mir ist gerade vor kurzem das neue Lukasgemeindezentrum fertig geworden. Derzeit ist es außen herum zwar „wüscht" (wie man hier sagt), denn es dauert noch bis April bis die Außenanlagen fertig sind, aber dann ... dann freue ich mich wieder auf neues, buntes Leben auch direkt rund um die Lukaskirche. Ich wünsche mir, dass viele Menschen im neuen Gemeindezentrum oft miteinander essen, feiern, singen, beraten, Ideen erspinnen und in Gottes Namen miteinander fröhlich sind. Und vielleicht bekomme ich ja auch noch ein kleines Facelifting, was mich neben all den neuen Gebäuden dann strahlen lässt.

Gibt es einen typischen Tagesablauf in Ihrem Leben?
Einmal im Monat feiert die Gemeinde an der Lukaskirche einen „Alle-unter-einen-Hut-Sonntag" mit einem ganz bestimmten Ablauf. Zuerst feiern die Erwachsenen in mir, die Kindergartenkinder, die Grundschüler und die 10 – 13 Jährigen im Gemeindezentrum jeweils einen eigenen Gottesdienst. Danach treffen sich alle zu einem gemeinsamen Mittagessen im Großen Gemeindesaal. Das wird wieder möglich, wenn das Gemeindezentrum fertig ist. Darauf freue ich mich schon.

 

Das Lukas-Altarbild

 (Foto: E. Bonde-Resin)

 „Cubicularium-ein-geboren" von Chris Popovic

... so ist der Titel des Kunstwerkes, das hinter dem Altar den Blick auf sich zieht. Die rechteckige Form ist gestaltet mit einer großen hellgrau-blauen Fläche und einem roten Farbband, das von dunkleren, unregelmäßigen Linien durchzogen ist.

Meiner Phantasie kann ich freien Raum lassen, alles was mit meiner Beziehung zu diesem Kirchenraum, zu meinem Glauben und mit meinem Leben zu tun hat, kann sich in der großen Fläche spiegeln. Das Bild bietet mir einen offenen Raum, es engt mich nicht ein. Das Band mit den roten Farbtönen kann ich als Grundlage sehen. Rot: Farbe der Liebe, Farbe des Blutes, Farbe des Lebens. Es ist keine eintönige Fläche, sie ist sehr vielfältig und bewegt, aber dennoch nicht aufregend. Das Kunstwerk lässt mir die Möglichkeit, mich vom Vordergründigen zum Hintergründigen, Tiefgründigen und damit letztlich Unbeschreiblichen hinzuwenden.

Wie „Cubicularium-ein-geboren" nach Lukas gekommen ist:
Im Rahmen eines Kunstprojekts der Evangelischen Erwachsenenbildung waren in der Lukaskirche von Januar bis Juni 2006 Werke der Künstlerin Chris Popovic (Staufen) ausgestellt. Unter dem Titel „Cubicularium-ein-geboren... gelitten ... auferstanden" haben die Werke den Altarraum der frisch gestrichenen Kirche geschmückt und zu Begegnungen, zum Austausch von Sichtweisen und Deutungen im Spannungsfeld von Kunst und Religion inspiriert. Die Resonanz in der Gemeinde war sehr positiv. Die Kunstwerke haben dem schlichten Kirchenraum eine besondere Atmosphäre verliehen und die zurückbleibende weiße Wand wirkte nach Beendigung des Projekts sehr nüchtern. Der Ältestenkreis der Lukasgemeinde hat sich deshalb entschieden, die Gelegenheit zu nutzen, das Bild „Cubicularium-ein-geboren"  von Chris Popovic zu kaufen. Erfreulicherweise haben viele Spender und der Gemeindeverein spontan dazu beigetragen, das Werk zu einem Bestandteil unserer Lukaskirche werden zu lassen.

 

Lukas-Orgel 

Vor-Geschichte der Lukas-Orgel:

Schon 1996 wurde durch den Landeskantor und später durch den Orgelsachverständigen der Badischen Landeskirche der schlechte Zustand der Orgel in der Lukaskirche festgestellt. Es bildete sich der „Förderkreis Kirchemusik", um Spenden einzuwerben. Am 2. Weihnachtstag 1999 wurde die erst 36 Jahre alte Orgel durch Wasserschäden aufgrund des durch Sturm „Lothar" abgedeckten Kirchendaches zusätzlich stark beschädigt. Nun wurden unter dem Gesichtspunkt des Kosten-Nutzen-Verhältnisses Kostenschätzungen für eine Generalüberholung oder einen Neubau eingeholt. Für einen Neubau lag eine Kostenschätzung bei ca. 300.000 DM. Durch viele fantasievolle Aktionen kamen innerhalb von 2 Jahren 120.000 DM zusammen. Das war die Vorbedingung für den Neubau der Orgel.

Der aus dem „Förderkreis Kirchenmusik" hervorgegangene „Orgelkreis" organisierte viele weitere Aktionen: Marmeladenverkauf („Orgelade"), Benefiz-Konzerte, Vorträge, Spenden-aufrufe, Basare, uvm. Auch die katholischen Schwestergemeinden trugen ihr Scherflein bei. Dank eines Zuschusses vom Oberkirchenrat Karlsruhe in Höhe von 20.000 Euro konnten die Gesamtkosten von ca. 190.000  Euro aufgebracht werden.

Seit dem 15. Oktober 2006 erklingt die Orgel jetzt in ihrer neuen Heimat, der Lukaskirche. Möge sie auch weiterhin zur Freude aller St. Georgener in Gottes-diensten und Konzerten das Gemeindeleben bereichern und beleben.

„Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist."
Victor Hugo

„Die Kunst der Orgelmusik ist wie keine andere geeignet, uns Menschen den Himmel zu öffnen."
Angela Merkel

Foto: Dr. R. Groschopf

Op. 200 aus der Orgel-Werkstatt Georges Heintz, Schiltach:
Entwurf + Ausführung: Georges Heintz und  Klaus Schleinitz
Einweihung: 15. Oktober 2006

 

Disposition der Lukasorgel:

Manual       2. Manual    
  Prinzipal     Bourdun
  Rohrflöte     Salicional
  Octave     Bifara
  Traversflöte     Prinzipal
  Octave     Gedecktflöte
  Mixtur 4f.     Nazard 2 2/3´
  Cromorne     Terz 1 3/5´
          Waldflöte
          Trompett harm.
             
Tremulant            
             
Pedal            
  Subbass 16´        
  Octavbass        
  Tenoroctave        
  Fagott 16´        
             
Koppeln II/I, I/P, IIP, ´     II/I 16´, II/P 4    

 

Geschichte der Lukas-Glocken:

Am 10. Dezember 1954 wurden unsere Glocken bei der Firma Bachert in Karlsruhe gegossen. Am Nachmittag des 15. Januar 1955 wurden sie dann feierlich eingeholt und unter der Anteilnahme der Gemeinde vor der Kirche mit einem Gottesdienst begrüsst.

Bei der Einweihung der Lukas-Kirche am 30. Januar 1955 wurde nach dem Abschied vom Bergwerk am Morgen nachmittags der erste feierliche Gottesdienst in der Lukas-Kirche unter Beteiligung der drei ersten Glocken gefeiert. Als dann die einzelnen Glocken gerufen und ihre Namen und Inschriften gelesen wurden, vereinten sich die Stimmen der Glocken mit denen der Gemeinde zu dem Jubelgesang „Nun danket alle Gott".

Taufglocke

„Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden"
Symbol: Taufschale mit Kreuz und Monogramm Christi
d´´ Dur, 700 mm Ø, 199 kg

Betglocke

„Dein Name werde geheiligt, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe."
Symbol: Flammenauge Gottes als Zeichen der Dreieinigkeit, das Kreuz und die Krone
h´ Moll, 830 mm Ø, 341 kg

Totenglocke

„Sei getreu bis in den Tod, so will ich Dir die Krone des Lebens geben."
Symbol: Drei Kreuze von Golgatha
a´ Moll, 940 mm Ø, 417 kg

Friedensglocke

d´´Dur, 700 mm Ø, 199 kg

 

Die Solaranlage auf der Lukaskirche

Ein Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung

Sie ist für Kirchenbesucher nicht sichtbar, unsere Fotovoltaik-Anlage auf dem Kirchendach, dafür aber umso mehr für die Sonne. Durch die günstige Lage des nach Süden ausgerichteten Kirchendaches sind die Fotozellen voll der Sonne zugewandt.

Unsere Idee:

Im Zusammenhang mit der notwendigen Anschaffung einer neuen Orgel in der Lukas-Kirche entstand im Jahre 2001 die Idee, den Erlös aus der Sonnenenergie zur Finanzierung des Orgelneubaus zu verwenden. Eine großzügige Spende, Zuschüsse und günstige Darlehen machten es möglich, eine Fotovoltaik-Anlage zu installieren. So wurden Sonnenstrahlen in Musik verwandelt, die Sonne zum Orgelsponsor.

Unser Anliegen:

Mit der Umwandlung von Sonnenenergie in Strom wollen wir ein Zeichen setzen, dass in der Kirche nicht nur von der Bewahrung der Schöpfung geredet, sondern auch gehandelt wird. Eine Fotovoltaik-Anlage ist zwar nur ein kleiner Schritt auf diesem Weg, aber es ist meistens die Summe vieler kleiner Schritte, die uns dem Ziel näher bringt.

Unsere Anlage:

Die Fläche der Anlage beträgt etwa 50 m². Sie besteht aus 42 einzelnen Tafeln, so genannten Modulen und hat eine Nennleistung von 4,83 KW. Die jährliche Stromeinspeisung beträgt –Dank der günstigen Lage- im Durchschnitt aller bisherigen Jahre rund 4.500 KW. Damit kann der Strombedarf eines großzügigen Einfamilienhauses gedeckt werden.

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