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Unser Service - Taufe

Taufe - Beginn eines christlichen Lebensweges

Quelle: Annette Wohlfeil

Mit der heiligen Taufe wird der Mensch Christ und Mitglied der Kirche. Sie ist das sichtbare Zeichen dafür, dass Gott diesen Menschen angenommen hat. Die Taufe ist ein Sakrament und fast alle christlichen Kirchen erkennen es gegenseitig an. Deshalb kann jeder Mensch nur einmal im Leben getauft werden, auch wenn er beispielsweise die Konfession wechselt.

Viele Eltern wollen, dass ihre Kinder unter Gottes Schutz und Segen leben und in die Tradition hineinwachsen, in der sie selber stehen. Werden Kinder zur Taufe gebracht, wissen sich die Eltern, Patinnen und Paten und die Gemeinde dazu verpflichtet, dass die heranwachsenden Kinder von Jesus Christus hören, an das Gebet heran geführt werden und das Zeugnis der Bibel kennen lernen und immer wieder zum Glauben eingeladen werden. In der Gemeinde geschieht dies vor allem in der Arbeit mit Kindern und in der Konfirmandenarbeit.

Bei einer Säuglings- oder Kleinkindertaufe bekennen sich Eltern, Patinnen und Paten stellvertretend für das Kind zu ihrem Glauben an Gott und versprechen, für eine christliche Erziehung zu sorgen. Schon deshalb sollte die Taufe nicht als abgeschlossene Handlung betrachtet werden, sondern als Beginn eines christlichen Lebensweges.

Wer aufgrund der Entscheidung seiner Eltern getauft wurde, steht vor der Aufgabe, ein persönliches Verhältnis zum christlichen Glauben zu finden. Manchen gelingt das nicht, und sie treten später aus der Kirche aus. In diesem Fall entfallen zwar alle Rechte und Pflichten der Zugehörigkeit, aber die Möglichkeit der Rückkehr zur Kirche steht jederzeit offen. Die Taufe bleibt gültig und wird nicht wiederholt.

Menschen, die bewusst mit der Kirche leben, sehen in der Taufe Gottes Geschenk, das ihnen die Möglichkeit bietet, mit Schritten des Glaubens zu antworten. Für sie ist die in der Taufe begründetete Zugehörigkeit zur Kirche Freude und Verpflichtung.

Häufige Fragen - und unsere Antworten

Was bedeutet die Taufe?

Die Taufe ist in erster Linie die Zusage der Liebe und des Segens Gottes.

Mit dem Akt der Taufe wird der Täufling auch in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen aufgenommen.

Wie soll der Täufling während der Taufe gekleidet sein?

So bequem und dabei so festlich wie möglich. In vielen Familien gibt es Taufkleider, die von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Das ist eine schöne Tradition.

In welchem Alter sollte ein Kind getauft werden?

Meistens werden die Kinder im ersten Lebensjahr getauft. Aber auch eine spätere Taufe ist möglich, wenn das Kind bewusst wahrnimmt, was geschieht. Hier bietet sich die Konfirmationszeit an.

Was spricht für eine Kindertaufe?

Die Taufe soll als ein Geschenk Gottes verstanden werden. Gott spricht den kleinen Kindern seine Liebe und seinen Beistand zu.

Eltern und Paten haben die Aufgabe, stellvertretend für die Kinder den Glauben zu bezeugen und den Kindern von ihrem Glauben zu erzählen.

Kann ich mein Kind in einem besonderen Taufgottesdienst taufen lassen?

Die Taufe erfolgt in der Regel im Sonntagsgottesdienst der versammelten Gemeinde. In manchen Gemeinden wird aber ein Taufgottesdienst am Samstag angeboten.

Wer legt den Taufspruch fest?

Das können die Eltern, die Paten oder die Pfarrerin / der Pfarrer tun. Sprechen Sie Ihre Wünsche beim Taufgespräch an. Informieren Sie sich schon vor dem Taufgespräch in der Bibel, in der Literatur zur Taufe oder unter www.taufspruch.de über mögliche Taufsprüche.

Ist eine Segnung statt einer Taufe möglich?

Manchmal schieben Eltern die Taufe ihres Kindes auf, weil sie möchten, dass sich ihr Kind später selbst für die Taufe entscheidet.

Die Gemeinde kann auf Wunsch der Eltern eine eigene Fürbitte, Danksagung und Segnung für noch nicht getaufte Kinder im Gottesdienst anbieten. Fürbitte, Danksagung und Segnung unterscheiden sich nach Form und Inhalt eindeutig von der Taufe. Die Segnung ersetzt allerdings nicht das Sakrament der Taufe und begründet nicht die Kirchenmitgliedschaft.

Was kostet die Taufe?

Grundsätzlich ist die Taufe für die Kinder von Kirchenmitgliedern kostenlos. Nur wenn Sie besonderen Blumenschmuck oder ausgefallene musikalische Einlagen wünschen, entstehen Ihnen Kosten.

Gibt es eine ökumenische Taufe?

Nein. Da die Taufe zugleich die Aufnahme in eine konkrete Gemeinschaft ist, erfolgt sie immer innerhalb einer Konfession.

Allerdings erkennen die in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) zusammengeschlossenen Kirchen die Taufe gegenseitig an. Diese Kirchen finden Sie für Baden-Württemberg unter http://www.ack-bw.de/ Die Taufe ist daher einmalig und wird auch beim Übertritt in eine andere Konfession nicht wiederholt.

Weitere Informationen zur Frage der Anerkennung der Taufe von christlichen Gemeinden und Gemeinschaften in unserer Landeskirche können Sie hier nachlesen.

Dürfen wir während des Gottesdienstes fotografieren oder filmen?

Das wird in jeder Gemeinde unterschiedlich gehandhabt. In den meisten Gemeinden ist es inzwischen erlaubt. Es wird allerdings darum gebeten, dass eine Person das Filmen oder Fotografieren übernimmt, um unnötige Unruhe zu vermeiden.

Wenn das Fotografieren während des Gottesdienstes nicht erlaubt ist, besteht meist die Möglichkeit, nach dem Gottesdienst noch Bilder zu machen.

Können wir selbst bestimmen, wofür im Taufgottesdienst gesammelt wird (Kollekte)?

In manchen Gemeinden ist es möglich, dass Sie den Zweck der Kollekte selbst bestimmen, besonders, wenn die Taufe in einem selbstständigen Gottesdienst (z.B. Samstag Nachmittag) stattfindet. Ansonsten sind Kollektenzwecke festgelegt. Fragen Sie im Pfarramt nach!

Wie geht es nach der Taufe weiter?

Ihre Gemeinde unterstützt Sie auf verschiedene Art und Weise bei Ihrer Aufgabe, Ihrem Kind den christlichen Glauben nahe zu bringen. Das geschieht im kirchlichen Kindergarten und später im Religionsunterricht in der Schule, aber auch in Angeboten der Gemeinde wie Kindergottesdienst, Jungschar und Kinderchor.

Wichtig ist und bleibt aber Ihr eigener Beitrag. Das kann ein Abendgebet am Bett Ihres Kindes sein, gemeinsames Singen oder Erzählen von biblischen Geschichten.

Kann ich mein Kind in einen kirchlichen Kindergarten schicken, wenn es nicht getauft ist?

Ja. Konfessionell gebundene Kindergärten nehmen auch ungetaufte Kinder auf.

Sie als Eltern müssen aber damit einverstanden sein, dass Ihr Kind christliche Glaubensinhalte kennen lernt.

Wir möchten unser Kind taufen lassen. Können wir gleichzeitig kirchlich heiraten?

Das können Sie. Von vielen Pfarrerinnen und Pfarrern wird ein solcher Gottesdienst "Traufe" (Taufe und Trauung in einem Gottesdienst) genannt.

Es haben sich inzwischen eigene Formen entwickelt. Sprechen Sie mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer!

Wer kann Pate oder Patin werden?

Patinnen und Paten sind Zeuginnen und Zeugen des Taufvollzugs und haben die Aufgabe, gemeinsam mit den Eltern und der Gemeinde für die Erziehung des Kindes im christlichen Glauben zu sorgen. Zu Paten sollen die Eltern konfirmierte evangelische Christen bitten. Auch religionsmündige Mitglieder einer der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen angehörenden Kirche können zum Patenamt gebeten werden. Daneben soll jedoch eine weitere Patin oder ein weiterer Pate der evangelischen Kirche angehören. Wer allerdings aus der Kirche ausgetreten ist, hat damit das Recht aufgegeben, Taufpate oder Taufpatin sein zu können.

Diese Mitgliedskirchen der ACK finden Sie für Baden-Württemberg unter http://www.ack-bw.de/.

Können Patenschaften gelöscht werden?

Was einmal ins Kirchenbuch eingetragen wurde, wird auch nicht mehr gelöscht werden. Falls Sie aufgrund von Streitigkeiten die Paten Ihres Kindes ausschließen wollen, müssen Sie das in einem Gespräch unter vier Augen regeln. Das Patenamt bleibt de facto bestehen, weil Pate, bzw. Patin sein, ursprünglich bedeutet, dass es Zeugen und Zeuginnen gibt, die die Taufe vor anderen bezeugen können.

Taufsprüche

Hier finden sie eine Auswahl an Bibelversen.

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